28. Jan. 2026

Grün-Weißes Gedenken an die Opfer des Holocaust
Zum 22. Mal fand heuer der Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust statt. Weltweit wird jährlich am 27. Jänner den Millionen im Nationalsozialismus ermordeten Jüdinnen und Juden gedacht. Am 27. Jänner 1945 wurde das Konzentrationslager Auschwitz befreit. Die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus nimmt auch beim SK Rapid einen wichtigen Stellenwert ein.
Im deutschen Fußball wird seit vielen Jahren an Spieltagen rund um den 27. Jänner unter dem Motto „!Nie wieder“ an die grauenhaften Ereignisse aus dieser Zeit gedacht. Die Österreichische Fußball-Bundesliga unterstützt auch heuer die Aktion #WeRemember, an welcher sich auch der SK Rapid 2026 wieder beteiligt.
Klubverantwortliche des SK Rapid gedenken jährlich stellvertretend für alle Opfer des Nationalsozialismus den beiden namentlich bekannten Opfern des Holocaust aus den Reihen des Vereins an der im November 2021 eröffneten Shoah-Namensmauern-Gedenkstätte im Wiener Ostarrichi-Park im 9. Bezirk. Bei den beiden namentlich bekannten Opfern handelt es sich mit Wilhelm Goldschmidt um den Namensgeber Rapids sowie den ersten Sekretär des Vereins und mit Alfred „Fritz“ Dünmann um einen Spieler der Frühzeit des Klubs. Für beide wurde bereits 2019 bzw. 2021 an ihren letzten Wiener Wohnadressen vor der Deportation ein Stein der Erinnerung enthüllt. Die Finanzierung dieser besonderen Form der Erinnerung wurde in beiden Fällen dankenswerterweise vom Fanklub „Grün-Weiße AkademikerInnen“ übernommen.
Im Ostarrichi-Park wurden am Dienstagvormittag zwei Kränze einer grün-weißen Delegation niedergelegt, welcher Präsident Alexander Wrabetz, Präsidiumsmitglied Stefan Kjaer, Geschäftsführer SK Rapid Steffen Hofmann, Geschäftsführerin Wirtschaft Daniela Bauer, Rapideum-Leiter Julian Schneps sowie die beiden Ethikrat-Mitglieder Elisabeth Kaser und Laurin Rosenberg, angehörten.
Steffen Hofmann, Geschäftsführer SK Rapid und Sprecher der Geschäftsführung: „Wir haben als größter Fußballverein des Landes eine ebenso große Verantwortung. Wir denken dabei am heutigen Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust nicht nur an die beiden bekannten jüdischen Opfer unseres Vereins, Wilhelm Goldschmidt und Fritz Dünmann, für die wir stellvertretend jährlich Kränze niederlegen. Sondern auch an die Millionen Opfer, die unter der Schreckensherrschaft der Nationalsozialisten ermordet wurden. Die Aufarbeitung der Vereinsgeschichte aus dieser Zeit ist ein ebenso bedeutender Aspekt wie die Erinnerung daran in der heutigen Zeit.“
Foto: SK Rapid|Widner