In den vergangenen Monaten wurde geprüft, wie sowohl die Qualität des VAR als auch die Transparenz für Zuschauer gesteigert werden kann. Um das zu gewährleisten, wurden heute folgenden Maßnahmen beschlossen: Ab der kommenden Saison stehen den Schiedsrichtern zwei zusätzliche Kameras in jedem Stadion vom neuen VAR-Partner Sportec Solutions sowie die drei Kameraperspektiven des Scoutingfeeds für die Bewertung von VAR-relevanten Spielszenen zur Verfügung. Diese weiteren Kameras liefern den Schiedsrichtern zusätzliche Perspektiven und ermöglichen eine Weiterentwicklung der Abseitslinien-Technologie. Eine Einbindung dieser Kameras ins TV-Signal ist aus technischer Sicht derzeit nicht möglich, da mit diesen speziellen VAR-Kameras bei der LIVE-Übertragung nicht die gleiche Verzögerung wie bei den TV-Kameras sichergestellt werden kann. Die in der Review Area (RRA) dem Schiedsrichter gezeigten Bilder werden selbstverständlich auch den Fernsehzuschauern gezeigt. Der Schiedsrichter wird seine Entscheidungen nach On Field Reviews und nach gedrehten Entscheidungen durch VAR-Intervention im Stadion und in den TV-Übertragungen verbal kommunizieren und so jedem Zuschauer nachvollziehbarer machen. Auch durch die neue Übertragung der VAR-Bilder auf die Vidiwalls werden die Entscheidungen der Schiedsrichter für alle Stadionbesucher transparent. Da in den 11 Bundesliga-Stadien unterschiedliche technische Voraussetzungen vorherrschen, wird die Umsetzung stadionindividuell im Laufe des kommenden Herbstes erfolgen. Neuerungen gibt es bei den Entscheidungen, in denen der VAR eingreifen darf. Ab der kommenden Saison können nun auch offensichtlich falsche Eckbälle überprüft werden, sofern die Entscheidung ohne Spielverzögerung geändert werden kann. Ob diese Regelung zur Anwendung kommt, obliegt gem. der IFAB-Spielregeln jedem Bewerbsführer und die Klubs der ADMIRAL Bundesliga haben sich als eines der ersten Länder dafür entschieden. Ergänzend kommt es durch die IFAB allgemein zu einer VAR-Anpassung betreffend gelb-rote Karten, deren zweite gelbe Karte nun auch überprüft werden kann. Bundesliga-Vorstandsvorsitzender Christian Ebenbauer: „Alles, was den Fußball gerechter und transparenter macht, ist zu begrüßen, lautete das Credo bei der Einführung des VAR im Juni 2021. Mit der transparenten Kommunikation von Schiedsrichter-Entscheidungen und den neuen Kamera-Blickwinkeln werden wir dem mehr als nur gerecht und heben den VAR in Österreich auf ein neues Level.“ |