Mehr als nur Tore: Bundesliga unterstützt das österreichische Team beim Homeless World Cup 2018 in Mexico City

8. November 2018 in ÖFBL

Bei der 16. sozialen Straßenfußball WM in Mexico City können SportlerInnen vom Rand der Gesellschaft Selbstvertrauen und Motivation für die Zeit danach sammeln. Michael Landau: „Aufmerksamkeit und Applaus für jene Menschen, denen sonst oft Ablehnung entgegenschlägt.“

Vom 13. bis zum 18. November wird in Mexico City bereits zum 16. Mal der Homeless World Cup (HWC) ausgetragen – die soziale Straßenfußballweltmeisterschaft für Menschen am Rand der Gesellschaft: Obdachlose, Flüchtlinge und Personen mit Alkohol- oder Suchtproblemen. 500 Spielerinnen und Spieler aus 47 Nationen werden dabei erwartet – darunter auch das von der Caritas betreute österreichische Homeless World Cup-Nationalteam. Am Mittwoch, dem 7. November 2011 wurde das Team im „A&O Hotel Hauptbahnhof Wien“ von Caritaspräsident Michael Landau und den langjährigen HWC-Unterstützern Reinhard Herovits (Bundesliga), Manfred Gaulhofer (Gaulhofer Familien-Privatstiftung) und Philipp Bodzenta (Coca Cola Österreich) verabschiedet. Als Vertreter der Nationalmannschaft waren Teamchef Gilbert Prilasnig und die Spieler Niamat Mohammadi, Thomas Zwölfer und Martin Leidl anwesend.

Durch den Sport Teilhabe ermöglichen

„Ziel des Homeless World Cup war und ist es, Menschen vom sogenannten Rand der Gesellschaft über den Fußball einen Weg zur gesellschaftlichen Teilhabe zu ermöglichen“, so Caritaspräsident Michael Landau im Rahmen der Team-Präsentation. „Straßenfußball bietet dafür die ideale Bühne: Aufmerksamkeit und Applaus für jene Menschen, denen sonst oft Ablehnung entgegenschlägt.“
„Es ist ein tolles Gefühl, beim Team dabei zu sein“, so der 17-jährige Niamat Mohammadi, der vom SOS-Kinderdorf Ebreichsdorf zum HWC gestoßen ist. „Ich habe viele Erfahrungen gesammelt, die ich für mein weiteres Leben mitnehmen kann.“ Neben den sportlichen Erfolgen geht es für die SportlerInnen beim HWC demnach vor allem darum, nach der Rückkehr aus Mexico mit einem durch die gewonnenen Erfahrungen gesteigerten Selbstwertgefühl die entscheidenden „Tore“ auch im Alltagsleben zu schießen: Eine Suchttherapie erfolgreich zu Ende bringen, die Wohnsituation in den Griff bekommen, eine Ausbildung beginnen oder abschließen und den Einstieg in den Job schaffen, oder aber als Flüchtling im neuen Heimatland ankommen. „Sport und insbesondere der Fußball als Mannschaftssport, wirken gesellschaftsverbindend. Der Homeless World Cup ist das beste Beispiel, dass der Fußball mithelfen kann, wieder den Weg zurück ins gesellschaftliche Leben zu finden“, so auch Reinhard Herovits, Vorstand der österreichischen Fußball-Bundesliga, seit Jahren verlässlicher Partner des HWC. „Der Homeless World Cup ist ein Paradebeispiel, das zeigt, wie verbindend die gemeinsame Sprache Fußball sein kann und wie damit rund um den Globus auch große Hürden überwunden werden können. Wir sind vom Projekt begeistert und aus diesem Grund seit vielen Jahren als Partner mit dabei“, ergänzte Philipp Bodzenta vom HWC-Sponsor Coca Cola.

Von Graz aus zum internationalen Großevent

Der österreichische Partner des internationalen Homeless World Cup ist seit Beginn die Caritas Steiermark, die das jährlich neu zusammengestellte österreichische Homeless World Cup Nationalteam koordiniert. Die Auswahl der Spieler findet in Kooperation mit Sozialeinrichtungen in ganz Österreich statt.

Nach der Premiere anlässlich des Kulturhauptstadtjahres 2003 in Graz, findet heuer vom 13. bis zum 18. November bereits die 16. soziale Straßenfußball-Weltmeisterschaft statt. Seitdem hat sich das Turnier zu einem internationalen Großevent entwickelt: Waren anfangs noch Teams aus 18 Nationen am Start, wird es in Mexico City Teilnehmer aus 47 Ländern geben. Am Zocalo, einem der größten Stadtplätze der Welt, werden dabei mehr als 100.000 Zuschauer erwartet. „Fünfzehn Jahre nach dem ersten Turnier in Graz ist der Homeless World Cup zu einem Fixpunkt der Sportwelt und des beispielhaften Umganges mit Menschen in Not geworden“, berichtet Manfred Gaulhofer von der Gaulhofer Familien-Privatstiftung, die den HWC seit seinen Anfängen begleitet. Sowohl Manfred Gaulhofer, als auch Caritaspräsident Michael Landau und Teamchef Gilbert Prilasnig würdigten in ihren Statements die Rolle, die der kürzlich verstorbene Homeless World Cup-Initiator Harald Schmied bei dieser Entwicklung spielte.

Live-Übertragung und tägliche Updates

Beim Homeless World Cup 2018 wird es erstmals eine professionelle Live-Übertragung der Spiele auf der Website der Homeless World Cup Foundation (www.homelessworldcup.org/) und auf der Facebook-Seite des Homeless World Cup Österreich geben: www.facebook.com/homelessworldcupaustria/ Tägliche Updates aus Mexico können Interessierte außerdem auf www.homelessworldcup.at/ bekommen.