Rückblick auf die Herbstsaison der 2. Liga

28. November 2018 in ÖFBL

Sportlich ambitioniert

15 Runden sind in der neuen 2. Liga gespielt und die WSG Swarovski Wattens war im Premierenherbst das Maß der Dinge. Die Tiroler überwintern nach 15 Runden mit 34 Punkten an der Tabellenspitze, drei Punkte vor dem FC Blau Weiß Linz und sechs Punkte vor der SV Guntamatic Ried.

Die WSG Swarovski Wattens hält aktuell auch die längste Serie ohne Niederlage. Die Tiroler mussten sich seit der 1:2-Niederlage in Ried in der 2. Runde nicht mehr geschlagen geben und halten damit bei 13 Spielen ohne Niederlage. Die WSG konnte mit dem 6:1-Auftakterfolg über den SV Licht Loidl Lafnitz auch den höchsten Sieg der Herbstsaison feiern.

Auch bei der Suche nach der besten Offensive bzw. Defensive der Liga ist das Spitzen-Trio der Liga ganz vorne. Der FC Blau Weiß Linz war mit 33 Treffern am torgefährlichsten, Wattens und Ried teilen sich mit je zehn Gegentoren den Titel „Beste Defensive der Liga“.

Ausgeglichen war das Torverhältnis bei der KSV 1919 und dem SC Wiener Neustadt. Die Steirer (24) und die Niederösterreicher (17) erzielten ebenso viele Treffern wie sie erhalten haben.

Auch der FAC Wien hat eine sehr ausgeglichene erste Saisonhälfte hinter sich. Die Floridsdorfer haben jeweils 5 Siege, Unentschieden und Niederlagen zu Buche stehen und stehen mit dieser ausgeglichenen Bilanz folgerichtig mit Platz 8 auch genau im Mittelfeld der Tabelle.

Der torgefährlichste Spieler der 2. Liga ist im Westen zuhause. Ronivaldo vom SC Austria Lustenau führt mit 13 Treffern die Torschützenliste an, gefolgt von Benjamin Prantner (WSG Swarovski Wattens/9 Tore), Valentin Grubeck (FC Juniors OÖ) und Alan (FC Blau Weiß Linz) mit je 8 Toren.

Gleich zwei Tore wurden im Herbst in der 1. Spielminute erzielt: Dominik Reiter (SC Wiener Neustadt) und David Peham (SKU Ertl Glas Amstetten) brachten ihre Mannschaften jeweils in den ersten Sekunden des Spiels in Führung.

Die Young Violets Austria Wien und der FC Blau Weiß Linz begingen den diesjährigen Nationalfeiertag mit neun Treffern und dem torreichsten Spiel der Herbstsaison: die Oberösterreicher setzten sich am 26. Oktober mit einem 6:3-Auswärtserfolg in der Generali Arena durch. Auch in den übrigen Spielen wurde den Zuschauern einiges geboten: in insgesamt 16 Spielen fielen fünf oder mehr Treffer.

Bundesliga-Vorstand Reinhard Herovits: „Die 2. Liga ist in ihrer Auftaktsaison erfolgreich angelaufen, hat bereits viele spannende Geschichten geliefert und erfüllt dabei unsere gemeinsame Vision als Drehscheibe für Klubs und Spieler. Im Gesamten betrachtet spiegelt die Hinrunden-Tabelle eine sportliche Homogenität wider, die Punkteabstände wurden im Vergleich zu den vergangenen fünf Saisonen von 2,4 auf durchschnittlich 1,6 Punkte deutlich reduziert. Dieser enge Tabellenstand macht die Liga auch für die Zuschauer attraktiv, weil sich innerhalb einzelner Spiele viel drehen kann.“

 

Drehscheibe mit Entwicklungsfunktion

Der Entwicklungsfunktion der 2. Liga werden die Klubs in hohem Maße gerecht. Mehr als 27 % aller Einsatzminuten wurden von österreichischen U22-Spielern absolviert. Diese Rangliste wird auch für die Ausschüttung der Fördergelder aus dem Österreicher-Topf herangezogen, wobei Amateurmannschaften von Tipico Bundesliga-Klubs ebenso keine Ausschüttung erhalten wie Klubs, die nicht in jedem Spiel zumindest 12 österreichische Spieler auf dem Spielbericht stehen hatten.

An der Spitze der U22-Tabelle steht der FC Juniors OÖ mit 8.815 Minuten, gefolgt vom FC Wacker Innsbruck II mit 7.560, den Young Violets Austria Wien mit 7.416 und der KSV 1919 mit 7.133 Spielminuten von österreichischen U22-Spielern.

Insgesamt wurden zu 71,53 % österreichische Spieler eingesetzt, das ist etwas mehr als in der letzten Saison der Sky Go Ersten Liga (70,25 %).

 

Bundesliga-Vorstand Reinhard Herovits: „Besonders jungen Talenten wird eine tolle Plattform geboten, um sich bestmöglich zu entwickeln. Vor der Saison wurde der Zielwert ausgegeben, dass alle U22-Spieler ein Viertel der Spielzeit absolvieren sollen. Dieser Wert wurde in der Hinrunde allein von heimischen Talenten erreicht.“

 

Regional verankert

110.458 Zuschauer kamen zu den Spielen der neuen 2. Liga, das entspricht einem Schnitt von 920 Zuschauern pro Spiel. An der Spitze der Zuschauertabelle liegt die SV Guntamatic Ried mit einem Schnitt von 3.275, gefolgt vom SK Vorwärts Steyr (1.868) und dem SC Austria Lustenau (1.653).

Die meisten Zuschauer kamen zum Duell zwischen der SV Guntamatic Ried und dem FC Blau Weiß Linz: 4.585 Zuschauer wollten das Oberösterreich-Derby sehen.

Generell zeigt sich, dass Derbys nach wie vor der größte Zuschauermagnet sind. So waren beispielsweise bei der SV Guntamatic Ried (4.585 Zuschauer gegen FC Blau Weiß Linz), SK Vorwärts Steyr (2.935 Zuschauer gegen SV Guntamatic Ried), FC Blau Weiß Linz (2.010 Zuschauer gegen SK Vorwärts Steyr), SC Austria Lustenau (1.946 Zuschauer gegen WSG Swarovski Wattens), WSG Swarovski Wattens (1.072 Zuschauer gegen FC Wacker Innsbruck II), FC Juniors OÖ (948 Zuschauer gegen FC Blau Weiß Linz) oder auch beim SV Horn (710 Zuschauer gegen FAC Wien) Spiele mit regionalem Derbycharakter das bestbesuchte Heimspiel des jeweiligen Klubs.

 

Bundesliga-Vorstand Reinhard Herovits: „Die Zuschauerzahlen waren aufgrund der neuen Struktur mit 16 Klubs und Amateurmannschaften kein explizites Ziel. Umso erfreulicher ist es, dass einige Spiele sehr gut besucht waren und auch die gesamte 2. Liga mit Blick auf die Regionalligen das Zwei- bis Dreifache an Fans generiert. Die Zukunft wird hier zeigen, welche realistischen Vergleiche man innerhalb der Leistungsstufe ziehen und damit auch Ziele definieren kann.“