Zuschauer, Österreicher-Topf & Spielfeldreporting - Organisatorischer Rückblick auf die Herbstsaison 2019

18. Dezember 2019 in ÖFBL

Nach dem sportlichen Rückblick, wirft die Österreichische Fußball-Bundesliga nun auch einen organisatorischen Blick zurück auf die Herbstsaison 2019.

Österreicher-Anteil konstant hoch

Der Anteil österreichischer Spieler in der Tipico Bundesliga bleibt auch in der Herbstsaison 2019 konstant hoch. Die Förderung für den Einsatz heimischer Spieler bleibt damit eine Erfolgsgeschichte: seit Einführung der Förderkriterien in der Saison 2004/05 konnte der Anteil österreichischer Spieler von 56,5 Prozent auf durchgängig mehr als 70 Prozent ab der Saison 2011/12 gesteigert werden. In der Herbstsaison 2019 betrug er 70,9 Prozent. An der Spitze dieser Wertung steht der SV Mattersburg mit 92 Prozent bzw. 16.387 Spielminuten. Dahinter folgen der FK Austria Wien mit 80,7 Prozent (14.375 Minuten) und der spusu SKN St. Pölten mit 80,3 Prozent (14.305 Minuten).

In der HPYBET 2. Liga wurden 73,2 Prozent der möglichen Spielminuten von heimischen Spielern absolviert. Spitzenreiter in dieser Wertung ist der SKU Ertl Glas Amstetten mit 93,9 Prozent (14.874 Minuten), vor dem SV Horn mit 93,6 Prozent (14.834 Minuten) und dem FAC Wien mit 90,1 Prozent (14.267 Minuten).

Mit Blick auf die Förderung von österreichischen U22-Spielern können in der Tipico Bundesliga heuer insbesondere der SKN St. Pölten (3.319 Minuten bzw. 16 % der Klub-Spielzeit), der FC Flyeralarm Admira (3.259 Minuten bzw. 15%) und der CASHPOINT SCR Altach (2.568 Minuten bzw. 12%) aufzeigen. In der jungen HPYBET 2. Liga werden diese Spitzenwerte getoppt: Auf Platz eins landet der FC Wacker Innsbruck (5.944 Minuten bzw. 38%), auf den Plätzen zwei und drei der FC Liefering (5.576 Minuten, 35%) und der FAC (4.315 Minuten, 27%). Insgesamt wurden heuer 66.372 Minuten von österreichischen Talenten absolviert. Davon entfallen 21.120 bzw. 10% der Liga-Gesamtspielzeit auf die Tipico Bundesliga und 45.252 Minuten bzw. 18% auf die HPYBET 2. Liga.

Über den Österreicher-Topf: Der Österreicher-Topf ist ein finanzieller Anreiz für den Einsatz österreichischer Spieler. Die Fördergelder werden auf Basis der Einsatzminuten heimischer Spieler ausgeschüttet, wobei in jedem Spiel mindestens 12 österreichische Spieler bzw. ausländische U22-Spieler, die vor ihrem 18. Geburtstag erstmals in Österreich registriert wurden, auf dem Spielbericht stehen müssen. Für die Ausschüttung werden die von U22-Spielern absolvierten Minuten vierfach gezählt. In der HPYBET 2. Liga werden die von Kooperationsspieler von Tipico Bundesliga-Klubs absolvierten Minuten nicht finanziell gefördert, tragen aber zur Erfüllung des Österreicher-Kriteriums bei. Ebenso erhalten Amateurmannschaften von Tipico Bundesliga-Klubs keine Mittel aus dem Österreicher-Topf.

Vorstandsvorsitzender Christian Ebenbauer: „Der Österreicher-Topf bleibt ein attraktiver Anreiz zum Einsatz heimischer Spieler. Durch die Vierfachzählung von U22-Spielern bei der Ausschüttung der Fördergelder wird der Einsatz junger Talente besonders gefördert.“

 

Stabile Zuschauerzahlen in der Tipico Bundesliga, starker Anstieg in der HPYBET 2. Liga

In der Tipico Bundesliga sind die Zuschauerzahlen mit durchschnittlich 6.311 Zuschauern pro Spiel fast auf dem Niveau des Vorjahres. Damals kamen durchschnittlich 6.364 Zuschauer zu den Spielen der Herbstsaison. 7 Klubs (inkl. Aufsteiger WSG Swarovski Tirol) konnten Anstiege verzeichnen, die Zuschauerzahlen des FC Flyeralarm Admira blieben quasi unverändert und vier Klubs mussten sinkende Zahlen verzeichnen. An der Spitze der Zuschauerwertung steht der SK Rapid Wien mit einem Schnitt von 18.790 Zuschauern vor dem FC Red Bull Salzburg (10.513 Zuschauer im Schnitt) und dem SK Puntigamer Sturm Graz (10.483 Zuschauer im Schnitt). Das bestbesuchte Spiel im Herbst war das Wiener Derby zwischen Rapid und Austria vor 25.095 Zuschauern.

Die Zuschauerzahlen der HPYBET 2. Liga sind im Vergleich zum Herbst 2018 um rund 46 Prozent angestiegen. Kamen damals noch durchschnittlich 920 Zuschauer in die Stadien, waren es in dieser Herbstsaison durchschnittlich 1.341 Zuschauer. Damit befindet man sich beinahe auf dem Niveau der Herbstsaison der letzten Zehnerliga-Meisterschaft, als im Herbst 2017 durchschnittlich 1.482 Zuschauer zu den Spielen kamen.

An der Spitze der Zuschauertabelle steht der GAK mit durchschnittlich 3.308 Zuschauern pro Spiel, gefolgt von der SV Guntamatic Ried (3.148 Zuschauer im Schnitt) und dem FC Wacker Innsbruck mit durchschnittlich 2.126 Zuschauern.

Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang insbesondere die höhere Dichte an der Spitze. Fanden die bestbesuchten Spiele in der Vorsaison noch allesamt bei der SV Guntamatic Ried statt, waren die zuschauerreichsten Spiele in dieser Saison die Partie FC Dornbirn-Austria Lustenau mit 4.324 Besuchern, gefolgt von GAK-Klagenfurt vor 4.110 und Ried-GAK vor 4.014 Zuschauern.

Vorstandsvorsitzender Christian Ebenbauer: „Die Zuschauerzahlen in der Tipico Bundesliga sind auf dem Niveau des Vorjahres. Dass sieben von zwölf Klubs im Vergleich zur Vorsaison im Plus sind, ist erfreulich. Die Erfahrung aus dem Vorjahr zeigt, dass im Frühjahr durch die höhere Dichte an Entscheidungsspielen noch mit einem Anstieg zu rechnen ist. Auch wenn die Zuschauerzahlen in der HPYBET 2. Liga nicht explizit als Ziel ausgerufen wurden, freuen wir uns natürlich über den Anstieg. Dass wir uns mit 16 Klubs im Herbst in Sachen Zuschauerschnitt fast auf Zehnerliga-Niveau befunden haben, zeigt wie gut diese Liga von den Zuschauern angenommen wird.“

 

Spielfeldreporting: Raiffeisen Arena und Allianz Stadion an der Spitze

Als zentrales Element spielt der Rasen eine entscheidende Rolle in Sachen sportlicher Qualität. Zur Überprüfung der Rasenqualität lässt die Bundesliga seit 2016 die Spielfelder der beiden höchsten Spielklassen bei jedem Spiel von den beiden Kapitänen sowie vom Schiedsrichter der jeweiligen Partie im Schulnotensystem bewerten. Erfreulich ist die Tatsache, dass die Spielfelder der Tipico Bundesliga mit einem Durchschnittswert von 1,7 bewertet wurden, jene der HPYBET 2. Liga mit 1,8. Die beiden besten Fußballplätze Österreichs sind in diesem Herbst ex aequo in der Raiffeisen Arena in Pasching und im Allianz Stadion in Wien zu finden.

Die besten Spielfelder der Tipico Bundesliga
1. Raiffeisen Arena (LASK): 1,19
1. Allianz Stadion (SK Rapid Wien): 1,19
3. CASHPOINT Arena (CASHPOINT SCR Altach): 1,22

Die besten Spielfelder der HPYBET 2. Liga
1. Raiffeisen Arena (FJ Juniors OÖ): 1,19
2. Red Bull Arena (FC Liefering): 1,21
3. Fußballarena Lafnitz (SV Licht-Loidl Lafnitz): 1,44

Neben dem Reporting-System setzt die Bundesliga zusätzlich auf einen jährlichen Austausch unter Greenkeepern im Rahmen einer verpflichtenden Schulung, welche heuer mit 50 Teilnehmern im Stadion des FC Red Bull Salzburg stattgefunden hat. Aufgrund der klimatischen Herausforderungen wurde in diesem Jahr die Expertin für Rasenkrankheiten DI Beate Licht, eingeladen, die unter anderem auch im Rahmen der WM 2006 in Deutschland als Expertin tätig war. Einen weiteren Blick über den internationalen Tellerrand erhielten die heimischen Greenkeeper durch den Vortrag des Werder-Bremen-Greenkeepers Sebastian Breuing.

Vorstandsvorsitzender Christian Ebenbauer: „Wir freuen uns über die guten Werte im Rahmen des Spielfeldreportings. Durch das Reporting-System, den institutionalisierten Austausch unter den Greenkeepern und die Vorträge von internationalen Experten sorgen wir dafür, dass sich die Rasenqualität Schritt für Schritt in allen Stadien verbessert und wir auf neue Herausforderungen durch Rasenkrankheiten oder klimatische Änderungen bestmöglich vorbereitet sind.“

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